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Lea Povacz

FASSUNG 1, 09.07.2019

Konzept – Dokumentation Menstruationstabu

Die Dokumentation soll den gesellschaftlichen Umgang mit der Menstruation und dessen Auswirkungen auf das Leben von Mädchen und Frauen in Österreich erforschen.

Die Einstiegsfrage sollte deshalb lauten „Warum ist die Menstruation eingesellschaftliches Tabuthema?“. Auf diese Frage soll dann durch provozierende Visuals und eine Stimme aus dem Off näher eingegangen werden. Danach werden Ursachen und Hintergründe des Tabus durch Visuals, eingeblendete Fotos und altes Videomaterial (z.B. von Frauenprotesten Anfang des 20. Jahrhunderts) näher erklärt. Beendet wird dieses Segment mit einem Foto der kanadischen Künstlerin Rupi Kaur, was einen Bogen in die heutige Zeit gespannt und somit zu den Interviewsequenzen mit den Frauen überleitet.

Es sollen ca. 3-4 Frauen im Alter zwischen 18 und 70 Jahren interviewt werden, wobei ich den Frauen folgende Fragen stellen möchte.
-„Wie haben Sie Ihre erste Periode erlebt und wie hat Ihr Umfeld reagiert?“
-„war es bzw. ist es Ihnen unangenehm über die Menstruation zu sprechen? Mit wemsprechen Sie über die Menstruation?“

Während diesen beiden Fragen werden immer wieder gefilmte Sequenzen eingespielt die ganz alltägliche Situationen aus dem Menstruationsalltag jeder Frau zeigen z.B. Blutfleck im Bett, Binde, Tampon, Schmerzen,....
-„Ist es Ihnen unangenehm mit Männern über die Menstruation zu sprechen?“
Nach einer Sequenz in der auch kurz mit einem Mann das Thema Menses besprochen wird kommen wir erneut zu den Frauen zurück.
-„Finden Sie, dass die Menstruation öffentlich oder medial irgendwie stattfindet (z.B.in Film, Fernsehen)?“
Diese Antworten werden dann aufgegriffen und erläutert, dass wie in fast allen Bereichen auch die Medienbranche viele Jahre sehr stark männerdominiert war bzw. es immer noch ist. Das heißt viele Regisseure und Autoren sind Männer und für die war und ist die Menstruation keine Lebensrealität, weshalb sie nicht stattfindet. Hiervon soll in die Politik übergeleitet werden, wo das auch sehr ähnlich ist und Menstruationshygieneprodukte immer noch mit 20% besteuert werden, wobei jede Frau und jedes Mädchen in Österreich unabhängig vom Einkommen Zugang zu sauberen Hygieneprodukten haben sollte.

-„Wie soll sich Ihrer Meinung nach der gesellschaftliche Umgang mit derMenstruation verbessern bzw. was wünschen Sie sich für die Zukunft?“ bildet dieAbschlussfrage für die Frauen und den Mann und soll die Dokumentation somit mit einer optimistischen und hoffnungsvollen Botschaft beenden.
(Die Interviews möchte ich drinnen in geschützter Atmosphäre vor neutralem Hintergrund filmen.)

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